"Mordstage" in der Schweiz 15. bis 18. November 2007



Winter ist es, dunkel ist es, nachtschlafene Zeit und das dritte Novemberwochenende auf Reisen ist es ...


... als ich ausnahmsweise einmal nicht vom Schengenbereich am Flughafen Schwechat abfliege, sondern im internationalen Bereich ...


... doch es geht nicht nach Übersee ...


... sondern in die Schweiz. Bei Passkontrolle und dergleichen werden Jugenderinnerungen wach - erstaunlich, diese zelebrierten Grenzübertritte waren einst der Alltag.


Von Zürich geht es direkt nach Bern (im Hintergrund das Bundeshaus und Parlamentsgebäude), wo mein erstes Quartier ist und mich der Winter in Empfang nimmt.


Ich nütze die Zeit für eine Sightseeingtour in der Altstadt, die malerisch in einer Mäanderschlinge der Aare liegt.


Der allgegenwärtige Bär begrüßt mich ...


... bezaubernde Ecken lassen mein
Touristenherz höher schlagen ...


... das Münster mit der einzigen gotischen
Pforte in der Schweiz.


Unendlich faszinierend sind die Patrizierhäuser
mit vorgezogenen Dächern ...


... und ihren Arkadengängen.


Markant sind auch die unzähligen Kellereingänge (das im Bild sind keine Sandstreukisten :))).


Durchblicke.


Ausblicke.


Ansichten.


Von Brunnen ...


... Blumen (Bern ist berühmt für seine Geranien, rechts im Bild ein Weihnachtsbaum :))) ...


... und immer wieder Bären!!!


Das Wahrzeichen von Bern, dessen Altstadt zu den UNESCO-Weltkulturgütern gehört, ist der Zytgloggeturm, ein ehemaliges Stadttor; im Vordergrund der Zähringerbrunnen.


Vor dem Käfigturm aus dem 17. Jahrhundert gönne ich mir ein Eier-Brötli, das eine Sensation ist.


Der Rundgang endet im Breitenrainquartier, wo mein Hotel Waldhaus liegt.


Bei dichtestem Schneetreiben geht es dann nach Grenchen ...


... zur meiner ersten Schweizer Lesung gemeinsam mit Milena Moser, betreut von unserem lieben Kollegen und "Mordstage"-
Organisator Paul Ott alias Paul Lascaux (gegessen haben wir natürlich die erste Schweizer Spezialität, Zürcher Geschnetzeltes) ...


... die im Parktheater beim Bahnhof Grenchen Nord (JA!, die sehr kleine Stadt Grenchen hat zwei Bahnhöfe :)) stattfindet.


Der Saal ist gerammelt voll - werden die SchweizerInnen den Wiener Humor mögen?


Der Büchertisch wird wunderbar von der Buchhandlung Lüthy betreut.


Paul Ott führt uns ein - und spätestens jetzt fühle ich mich wie auf Urlaub, denn ich habe nur eine vage Ahnung, was er auf Schweizerdeutsch Unterhaltsames von sich gibt :))


Die Lesung kommt bestens an - und ich bin überrascht, dass das Publikum und ich nicht nur denselben Humor haben, sondern dass im Bankenland Schweiz auch die Kritik am Aktiengeschäft in "Der letzte Engel springt" sehr gut ankommt.


In der Pause arbeiten wir beide fleißig am Signiertisch.


Danach liest Milena Moser den Kurzkrimi "Die Rache der Hausfrau", den sie für die Stadt Grenchen geschrieben hat, veröffentlicht in "Tatort Schweiz 2". Milena lässt auch da ihren Humor, den sie immer wieder in ihren Frauenromanen beweist, zur Geltung kommen.


Der Abend endet mit viel Applaus (rechts im Bild Anna Messerli von der veranstaltenden Kulturkommission der Stadt Grenchen) ...


... und dem unterhaltsamen Tratsch mit Gästen ...


... in bester Blödellaune - im Bild Paul Ott mit Liliane Studer, Lektorin beim Limmat-Verlag.


Am nächsten Tag geht es mit der wirklich bequemen Schweizer Bundesbahn durch
die Winterlandschaft ...


... ins zutiefst winterliche St. Gallen,
meinem zweiten Leseort.


Ich möchte anhand dieses Bildes erwähnen,
dass in der Schweiz nicht nur Banken (im Bild die Vadian-Bank) allgegenwärtig sind, sondern auch Flaggen - sehr ungewohnt für eine Österreicherin, die oft in Deutschland ist, jenseits von Zeiten einer Fußball-Welt- oder Europameisterschaft.


Und wieder begebe ich mich auf Sightseeing - im Bild der Gallusplatz.


Es ist schon was Feines, auf Lesereisen zu gehen ...


... und auch manchmal auf einen wärmenden Kaffee :))).


Die Innenstadt von St. Gallen ist bei der Bausubstanz durchspickt ...


... doch Fassaden beeindrucken mich ...


... und immer wieder habe ich den Eindruck,
in einem österreichischen Wintersportort
gelandet zu sein ...


Der viele Schnee macht mich erstaunlicherweise sehr glücklich ...


... weniger glücklich macht mich allerdings, dass ich zwar die schöne Stiftskirche sehe, aber die legendäre Stiftsbibliothek wegen des alljährlichen Putzes geschlossen ist.


Mein Fachwerkherz jubelt angesichts des Gasthauses "Zur alten Post".


Die Evangelische Kirche (im Vordergrund vom Schnee überraschte Vespas) ...


... mit unglaublicher Wandmalerei.


Zum Abschluss geht es in nette Seitengässchen, in denen arme Fahrräder eingeschneit sind.


Zum Abendessen gönne ich mir in der
sehr edlen "Alten Post" ...


... eine weitere Schweizer Spezialität ...


... St. Gallener Bratwürste mit Zwiebelsoße und Rösti - in diesem Restaurant zumindest (ich habe keinen Vergleich) eine Sensation!!!


Dann treffe ich meine lieben Kollegen Peter Höner und Sabina Altermatt.


Gemeinsam gehen wir zu unserem Leseort, der Buchhandlung "Zur Rose" ...


... genau gesagt, in deren Gewölbekeller.


Der Publikumsandrang ist zwar nicht so heftig wie in Grenchen ...


... die (Blödel)Stimmung aber mindestens genauso gut :)) (Peter Höner moderiert uns zwei Damen an).


Und auch hier in St. Gallen kommt sehr zu meiner Freude meine Lesung wunderbar an.


Peter Höner liest seine Geschichte "Tatort Sofa" aus "Tatort Schweiz 2" ...


... und Sabina Altermatt aus nämlicher Anthologie "Eine Stadt sieht Rot", die sie extra für St. Gallen geschrieben hat.


Trotz des abzählbaren Publikums verkaufen wir enorm - Frauen bei der Arbeit ...


... und ein Mann bei der Arbeit :)).


Zum Abschluss begebe ich mich auf Empfehlung der Buchhandlunsgbesitzer (Danke!) in das Kultlokal "Die Stickerei", wo ich nicht nur gute Musik zu hören bekomme ...


... sondern auch spannende und unterhaltsame Gespräche mit Schweizern habe - bis zwei Stunden nach dem offiziellen Lokalschluss (einen lieben Gruß sende ich auf diesem Weg).


Am nächsten Tag holt mich am Züricher Bahnhof meine liebe Freundin Martina Schober ab, bei der ich die Zeit bis Sonntagabend verbringen werde.


Wir haben einander schon an den verschiedensten Orten gesehen, weil wir beide beruflich viel reisen, doch noch nie habe ich sie in ihrer Heimat Zürich besucht.


Sightseeing ist natürlich der erste Programmpunkt, denn Neuigkeiten austauschen kann frau auch im Gehen :))).


Zuerst geht es durch die Niederdorfstraße und durch die Münstergasse ...


... vorbei an Fraumünster (mit den berühmten Chagall-Fenstern) ...


... durch die Oberdorfgasse mit netten Lokalen.


Dann blendet mich der See - ein wunderbares Erlebnis.


Weiter geht es durch die berühmte und sündteure Bahnhofstraße ...


... wo berühmte internationale und auch Schweizer Namen zu finden sind (wie im Bild "Sprüngli").


Das ständig präsente Wasser macht ein sehr gutes Gefühl (im Hintergrund das Fraumünster und ein frisch abgebranntes sehr altes Wirtshaus) ...


... die Ecken bezaubern ...


... der Ausblick ist herrlich.


Im nächtlich erleuchteten Zürich (also am Abend :))) ...


... geht es dann in DAS In-Lokal zu diesem Zeitpunkt, in die "Reithalle" ...


... denn dort findet zufällig ein Treffen der "Mörderischen Schwestern" der Schweiz statt - im Bild Franziska Lienert, Mitra Devi (Vordergrund), Jutta Motz (Hintergrund), S. N., Karin Bachmann, Barbara Stiner und Suzy Schmid.


Am nächsten Tag steht nochmals
Sightseeing am Programm ...


... vor allem der Fluss ...


... hat es mir angetan.


Nach einer Pause im berühmten "Gran Café" ...


... und einem Blick vom Fluss in den See ...


... mache ich mit Martina und Hund einen Spaziergang durch Vororte und Wald.


Bei Freunden in einem sehr schönen alten (leider dem Abbruch preisgegebenen) Haus verplaudern wir uns ...


... worauf ich den Flug versäume und mit enorm viel Aufgeld ...


... erst vier Stunden nach ursprünglichem Abflug Wien erreiche - eine Lektion, die man nicht vergisst :))).
 
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