Die Namensvetterin


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Solides Krimihandwerk, diese Geschichte, und ein erotischer Roman, denn die Kommissarin entdeckt die femme fatale in sich und das Anziehende in ihrem neuen Kollegen. Sabina Naber sollte die Aufnahme im neofeministischen Club tart noir beantragen.
Berliner Tagesspiegel, 21. 4. 2002

Wenn Frauen und Männer hassen, führt das zu Problemen im Beruf, vor allem bei Polizisten: Maria Kouba, Hauptfigur in Sabina Nabers Debütroman "Die Namensvetterin", ist Kriminalkommissarin in Wien und leidet unter der Trennung von ihrem Lebensgefährten, der sich nun mit einer Jüngeren vergnügt. Gelegentlich hasst sie ihren Job, "diesen abgewichsten Männerverein", wenn ihre Kollegen auch angesichts einer im Intimbereich verstümmelten Frauenleiche Witze machen. Damit scheint das Leitmotiv klar. Geschlechterkampf gebiert Perversionen gebiert Gewalttaten. Aber ganz so eindeutig ist es nicht. Ob Mann oder Frau, ob Zivilist oder Polizist: Das Lustzentrum im Gehirn ist unberechenbar; und wer nicht aufpasst, wird schnell Akteur im falschen Spiel.
TAZ/30. 4. 2002 , Rezension

Wie es sein muss, bei einem guten Krimi, nimmt die Geschichte ständig eine andere Wendung und nichts ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Sabina Nabers Roman ist temporeich, witzig und voller Überraschungen.
Ex libris/ORF-Ö1/Mai 2002

"Die Namensvetterin" erfreut neben der leichten und flüssigen Sprache mit psychologisch überzeugenden Charakteren und einem überzeugendem Plot. Sabina Naber schreibt lebendig und humorvoll. Spannung vom Feinsten!
www.dortmund.de - Literaturtipps, Mai 2002

Das Buch vereint in rasanter Mischung solides Krimihandwerk mit viel Erotik und einer guten Prise Emanzipationsnostalgie. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein ...
Börsenblatt, 14. Juni 2002

Sabina Nabers Debüt verlässt das klassische Krimigenre, vermischt Mord und Sex und endet doch nicht als Erotikthriller. Brillant gezeichnete Charaktere und ein spannungsgeladener Plot entführen in die etwas andere Welt, abseits des Spießbürgertums. Verdammt lässig.
www.lit4u.de, 2. Juli 2002

So heiß und aufgeladen wie das sommerlich schwüle Wien wirkt auch die Atmosphäre in diesem Thriller. Hochspannung, ein guter Schuss Erotik und a bissel a Wiener Schmäh sorgen für eine absolut lesenswerte Mischung.
Radio 106.4, Juli 2002

Erfolgsverdächtiges Buchdebüt von Sabina Naber!
www.blitzmagazin.de, Juli 2002

Es macht Spaß, "Die Namensvetterin" zu lesen, denn es ist ein guter Krimi. Die Kriminalisten Kouba und Rot - ganz im amerikanischen Stil als "guter Cop und böser Cop" präsentiert - kommen sich bei der Suche nach dem Täter erwartungsgemäß näher, aber in durchaus origineller Weise. Ein Teil des Lesevergnügens entsteht wohl auch durch die voyeuristischen Einblicke in die Welt der Swinger-Clubs.
Wiener Zeitung, 2./3. August 2002

... alles in allem kein Spaß. Der Debütroman des österreichischen Multitalents Sabina Naber dagegen schon.
Seitenblicke-Magazin, August 2002

Wenn Frauen möglichst detailreich und schrankenlos über Sex in allen Varianten schreiben, wirkt das noch immer quotensteigernd. So hat man auch hier das Gefühl, dass in dem nicht ungeschickt aufgebauten Krimi die merkantile Spekulation überwiegt. Und was gäbe diese Geschichte erst für einen süffigen Film her! Naber, die als Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin tätig ist, weiß das natürlich. Die Rechnung könnte aufgehen.
Der Standard, Ingeborg Sperl, 10. August 2002

Da rennt der Schmäh in so gekonntem Timing und mit so präziser Scharfzüngigkeit und Schlagfertigkeit, dass man den Hut zieht vor Nabers Gespür für gute Dialoge.
Volltext, 4. September 2002

... Da sind zunächst die Ermittlungen, die Maria Kouba in die Swinger-Club-Szene führen und sie, konfrontiert mit einer omnipräsenten Geilheit "... und plötzlich gestehen mir alle, dass sie schon einmal in so einem Club waren", aus ihrem erotischen "Dornröschenschlaf" wecken. Und da ist vor allem die Frage, ob ihr Kollege Phillip der Anlass für Maria sein wird, ihren eisernen Grundsatz "fick nicht auf dem Tisch, auf dem du arbeitest" über den Haufen zu werfen. Ein Spiel, dass Sabina Naber schamlos für ein gekonntes Spiel mit der Sprache nutzt. Ein Kriminalroman, in dem es nicht nur wegen der Sommerhitze heiß her geht; gerade recht zum aufwärmen an einem nebeligen Herbsttag. Die nächste Geschichte soll bald folgen. Freuen wir uns darauf.
Mediodrom (TU Wien), November 2002

Schillernd. Die Wiener Kommissarin Maria Kouba hat einen grässlichen Verstümmelungs-Mord an einer bekannten Kabarettistin aufzuklären und muss dabei in die schwül-schillernden Niederungen von Swinger-Clubs hinabsteigen. Was der vermutlich wahnsinnige Mörder angerichtet hat, wird präzise aufgeklärt!
Mitteldeutsche Zeitung

Das Verwirrspiel um die Täterschaft baut Sabina Naber zu einem spannungsreichen, permanent Möglichkeitsräume öffnenden Handlungsreigen. Mitunter mag der ehemaligen ORF-Redakteurin ein zu viel an Schielen auf Verfilmung unterstellt werden, und mitunter lassen vor allem die angedeuteten psychischen Verfasstheiten der Hauptfiguren auf mehr Tiefgang in der Figurenzeichnung sowie auf ein detaillierteres Verfolgen diverser Zwischenhandlungen hoffen, alles das wird aber nur bedingt erfüllt. Dennoch bietet der Roman Spannung und greift Sjöwall/Wahllöös Diktum der ungewöhnlichen Szenarien in Ansätzen auf.
Schreibkraft de

Dieser Romanerstling der österreichischen Autorin fällt durch den gekonnten Schreibstil, die interessanten, gut beschriebenen Charaktere und Dialoge auf, die Krimihandlung selbst ist Durchschnitt. Besonders ins Auge fallen aber die zahlreichen Sexszenen, besonders bei der Hauptfigur dreht sich fast alles nur mehr um dieses Thema. Sabina Naber beherrscht die Beschreibung dieses Themas zwar auffallend gut, was nicht unbedingt selbstverständlich ist, aber es nimmt zu breiten Raum ein. Manchmal bekommen die Leser den Eindruck, der Krimi diene nur als Vehikel zum Beschreiben der sexuellen Abenteuer der Kommissarin und einem Lobgesang auf Swinger-Clubs. Trotzdem überwiegen die positiven Aspekte und die vielen deftigen Sexszenen sind ja nicht generell als negativ zu bewerten.
Buchkritik at/22. 11. 2003

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