Die Debütantin


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Eine tote Frau in der Donau, mit Bunny-Köstum und teurem, roten Mantel, gefoltert und ohne Identität – damit beginnt dieser hochspannende Krimi der in Wien lebenden Autorin Sabina Naber. Die Spannung erwächst nicht nur aus den schrittweise immer komplexer werdenden Ermittlungen des Polizistenduos Maria und Phillip, sondern auch aus den zwei Handlungsnebensträngen: die ungeklärte Verliebtheit zwischen beiden inklusiv Marias erotischen Abenteuern, vor allem aber Nabers Subthema ´Rassismus´. Die Autorin schafft es, ohne didaktischen Zeigefinger oder moralapostolische Attitüden dieses heikle Thema quer durch die österreichische Gesellschaft ziehen zu lassen, von der Stapo über polizeiinterne Probleme bis zur Ermittlerin, die durch den Einbruch in ihre Wohnung selbst rassistische Anwandlungen erfährt. Ein Krimi, der nicht nur hoch spannend ist, sondern auch der – nicht nur österreichischen - Gesellschaft einen kristallklaren Spiegel entgegen hält! Die Tote ist übrigens eine undercover-Reporterin, so viel sei verraten.
Kunst & Bücher/ November 2005

Dabei zeigte sich auch, dass ihr Thriller rasant und spannend, ruhig und gefühlvoll als auch intelligent und humorvoll ist, denn auch der typische "Wiener Schmäh" kommt nicht zu kurz. Wie ein roter Faden zieht sich dabei auch das Thema Rechtsextremismus und Fremdenhass durch das Buch. Und zudem erzählt Naber nicht nur einen Kriminalfall, sondern sie zeichnet auch ein soziales und psycholgisches Profil der Kommissarin Kouba.
Oberhessische Zeitung/ 22. Oktober 2005 im Rahmen der Leseland-Hessen-Tour

Der Erotikthriller hat wesentlich mehr Dialektpassagen als sein Vorgänger, aber zeichnet sich wie dieser durch schlagfertige Dialoge und pointiert gezeichnete Randfiguren aus. Er ist mehr unterhaltsam-sinnlich als vom Fall her fesselnd. Nicht für Zartbesaitete, denn die Autorin geht bei Marias amurösen Abenteuern ins Detail (ohne pronografisch zu werden).
ekz/ 15. Juli 2005

Auch Österreicher schreiben Krimis, und Sabina Naber ist eine junge Dame, die es liebt, Mordfantasien heftig auszuleben. Eine Krimigeschichte allein genügt ihr aber nicht, deshalb bettet sie einen schrecklichen Fall in die rechtsradikale Szene ein. So findet sie Gelegenheit, eine düstere Atmosphäre zu schaffen, in der Gewalt und Verschlagenheit eine Verbindung eingehen, gegen die eine Enthüllungs-Journalistin keine Chance hat. Sie, die Kämpferin gegen Unrecht, wird in der Alten Donau ermordet aufgefunden ...
Salzburger Nachrichten/ 25. Juni 2005

Krimis spielen in den schwedischen Schären, in New York oder Hamburg. Aber in Wien? Ja - und in einer ganz und gar nicht angestaubten Kaffeehausatmosphäre. Die ehemalige Redakteurin, Schauspielerin und Regisseurin Sabina Naber hat jetzt ihren dritten Krimi um Kommissarin Maria Kouba vorgelegt. Wie alle Frauen, die in diesem Metier ermitteln, reibt sie sich ständig an der männlich geprägten Welt. Sabina Nabers Bücher sind auch eine ständige Auseinandersetzung mit der Ethik unserer Zeit. Das kann manchmal anstrengend sein, eröffnet aber auch ganz neue Einblicke. Dieses Mal gibt es ein furioses Finale auf dem Wiener Opernball. Zuvor legt die 39-jährige Autorin jede Menge Spuren. Das erfordert hohe Konzentration beim Lesen - was aber nicht unbedingt schlecht ist.
Flensburger Tageblatt und Der Nordschleswiger/ 14. Juni 2005

Neben Wiener Schmäh wartet Naber mit einer fesselnden Story auf: Kommissarin Maria Kouba recherchiert den Mord an einer Enthüllungsjournalistin. Der Urlaub kann jedenfalls kommen, für spannende Lektüre ist gesorgt.
Vormagazin/ Juni 2005

Wien-Klischees und allzu abgenutzte Touristen-Kulissen kommen in Sabina Nabers Krimi "Die Debütantin" nicht exzessiv vor. Bloß der Opernball muss zur finalen Konfrontation herhalten. Die Zores ihrer selbstkritischen Serienheldin beginnen zunächst aber ganz unglamourös mit einer Wasserleiche in der Alten Donau. Die Tote war trotz ihres seltsam unzeitgemäßen Bunny-Kostüms keine Prostituierte, sondern eine investigative Journalistin. Sie muss einer äußerst brisanten Story auf der Spur gewesen sein. Nabers Texte werden mit jedem Band souveräner und gewinnen an Kontur. Sie verzichtet auf allzu aufgesetzte Sexszenen, lässt aber ihre einschlägig empfängliche Kommissarin trotzdem ganz schön voyeuristisch unterwegs sein.
Der Standard/ 8. Mai 2005

"Die Debütantin" spielt in Wien und vermittelt gute Sachkenntnis, geographischen Spürsinn und manchmal poetischen Satzbau. Für Wienkenner ist der dritte Mordfall wieder sehr reizvoll.
Börsen-Kurier/ 5. Mai 2005

Dass der Partner der Kommissarin Philip Roth heißt - so wie der US-amerikanische Meisterromancier -, wirkt zunächst immerhin sympathisch. Ansonsten besticht das Buch, das einem Parforceritt durch zentrale Wiener Örtlichkeiten (Alte Donau, Rathausplatz, Opernball) gleicht, eher durch aufdringliche Geschwätzigkeit und einen durchschaubaren Klimax-Aufbau.
Profil/ Mai 2005


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