AIEP-Treffen in Oxford 23. bis 30. August 2013



Ausstaffiert mit Präsentationsmappen
und Reiseführern ...


... bin ich ausnahmsweise viel zu früh am Flughafen, weil ich dachte, der "Neue" ist noch lange nicht fertig und ich muss viel suchen und hatschen, doch es bleibt noch Zeit für einen einstimmenden Pub-Besuch ...


... allerdings in atypischer Manier für
einen Pub, denn dieser ist das einzige Raucherlokal am Flughafen.


Über den Wolken mit British Airways -
die 20 Euro mehr haben sich wahrlich
ausgezahlt; tolles Service!!


Die unendlichen Weiten von Heathrow - irgendwie bewegungseingeschränkt darf man da nicht sein, sonst ufert die Dauer der Wege auf das Doppelte aus ...


Ankunft in Kings Cross. Und am Weg zu meiner Unterkunft liegt - so ein Zufall - gleich ...


... ein Pub. Pause!


Und ich lerne auch gleich zwei nette Schweizerinnen und einen nach London ausgewanderten Rumänen kennen; wir haben viel Spaß ...


... aber eigentlich wartet mein Quartier auf mich, das Canterbury College um die Ecke.


Das Zimmer ist wie erwartet (ein Studentenzimmer eben, mit Gemeinschaftsbad am Gang) - für 2 Nächte, dachte ich mir ... aber sicherheitshalber noch ein Bier scheint mir nicht zu schaden ...


Im Pub geht inzwischen die Post ab - wobei sehr auffällig ist, dass zur Livemusik nur die Männer tanzen (krakeeln, ausflippen usw.), die Frauen halten sich alle dezent im Hintergrund.


Ich geselle mich auch wieder lieber zu den Gästen vor der Tür (und da sind viele aufgrund der hochsommerlichen Temperatur) und genieße den gelungenen Start meiner Reise. Zwei Tage Vergnügen in London, bevor am Montag in Oxford mit dem AIEP Treffen (Details dazu später) die "Arbeit" beginnt :)).


Die Aussicht am nächsten Morgen entschädigt für eine miefige Nacht (wohnen sonst in diesem Zimmer schweißfüßige Burschen? :))).


Es bleibt studentisch - Frühstück im Souterrain ...


... doch es ist derart umfangreich, dass einem der Magen lacht! - Müsli, Obst, Wurst, Käse, Warmes (alles, was auf einen englischen Teller gehört!), Süßes, Säfte, etc. plus wunderbarer Tee. So gestärkt, breche ich zum Sightseeing auf.


Ich beherrsche mich ... sonst schleppe
ich mich den Rest des Tages zum
Krüppel :)


Englisches Frühstück allerorts (um
durchschnittlich 5 Pfund).


Die wunderbaren Souterrains.


Am Tavistock Square.


Gower Street.


Bedford Square.


So eine Whiskey-Auslage kann einem schon einmal den Schritt hemmen :)) (Grower Street).


In der Monmouth Street ist dann einmal
Pause angesagt. Ich krache (Hintergrund) ...


... in ein superedles Schokoladen- und Kaffeegeschäft (alles handgemacht und -geröstet und -gestreichelt). Allerdings ist der Kaffee (auf Lavagestein serviert) so originalbitter, dass er bereits sauer schmeckt, der Zucker zudem so hart, dass er 5 Minuten zum Auflösen benötigt, wodurch der Kaffee erst recht untrinkbar wird, weil er bereits kalt ist ... Egal, ich bin durch die Marquise vorm immer stärker werdenden Regen gesichert und kann die weitere Route in Ruhe planen.


Das nächste Ziel ist der Leicester Square, wo ich (um meiner alten Theaterliebe zu frönen) in einem der Restticketshops günstige Karten für zwei Musicals erstehe - dazu später mehr. Unweit davon ...


... der Trafalgar Square ...


... mit der National Galerie. Kurze Regenpause - hoffentlich kommt doch noch die Sonne durch!


The Mall, also die Straße von Trafalgar
zum Buckingham Palace, ist mittlerweile
Teil des "The Diana Princess of Wales
Memory Walk".


Mit Gebrüll mitten hinein in die
Touristenwolke! Was gibt es zu sehen?


Trotz Ankündigung KEINE Wachablöse.
Sie stehen und stehen ... :)


Vor dem mittlerweile starken Regen gut geschützte Bobbys.


St. James Palace - der der offizielle Wohnsitz der britischen Monarchen ist, was ich nicht wusste.


Durchhaus/Gang in der St. James Street
mit Innenhof.


Altehrwürdiges Schuhhandwerk.


Passend zum Whiskey von vorhin - Zigarren.


In Great Britain gibt es keine tolle
Kuchen? Ha! :))


Burlington Arcade in der Picadally Street.


Ein mit Blumen typisch geschmücktes Pub
- hier in der Brewer Street.


Ein wohlverdientes Cola am Golden Square.


Die berühmte Carnaby Street - vom
Angebot her: naja.


Gleich um die Ecke ein ganz anderer Stil:
Markt in der Berwick Street.


Und wieder eine Gasse weiter der
Rotlichtdistrict.


Musicals überall - das alles bietet Soho, und noch mehr, wie natürlich auch gutes Essen ...


... in China Town.


Ich gönne mir aber einen echten Pub-Hamburger mit selbst gemachten Pommes :))) - und währenddessen (leider auch danach noch immer) geht draußen die Welt unter. Die Straßen sind innerhalb von 10 Minuten bis auf einen halben Meter überflutet!!!


So bleibt mir für den Rest des Tages
nur Erholung ...


... und am Abend Musical: "A Chorus Line".
War phantastisch!!!! Sooooo perfekt!


Da passt dann nur mehr ein gutes Ale
drauf :)).


Bei noch immer drohend grauem
Himmel (und eigentlich hätte laut
Wettervorhersage die ganze Zeit die
Sonne scheinen sollen) ...


... begebe ich mich in dem Universitätsviertel, in dem ich wohne (der ganze Straßenzug der Gower Street im Bild sind Institute) auf die Suche nach der ursprünglichen Hauptuni, dem Anfang von allem. Ich hab sie am Vortag schon nicht gefunden, sie ist gut versteckt.


Dieser süßer Eingang zur medinzinischen
Fakultät ist es auch nicht.


Dann in einem Innenhof finde ich das klassizistische Gebäude (1827-29) von William Wilkins. Warum sie so wichtig ist? Nun, das 1826 gegründete University College war die erste nicht kirchliche Universität in GB (z.B. standen Oxford und Cambrigde unter dem Einfluss der Church of England). Sie bot neue Studiengänge mit modernen Lehrplänen nach deutschem Vorbild an. Heute ist die Uni mit 50 Colleges Großbritanniens größte Hochschule.


Mit der Tube geht es dann ... (ein fasziniertes Wort zur Londoner U-Bahn: Manche Verbindungsgänge zwischen zwei U-Bahn-Linien haben die Ausmaße von Autobusstationen - wie machen das Gehbehinderte?) ...


... zu Charing Cross, wo gleich um die Ecke das witzige Pub "The Ship & Shovell" liegt, durch die Gasse zweigeteilt.


Auf Whitehall geht es vorbei an den Horse Guards (die genauso unbeweglich wie die Bärenfellmützenträger sind :)) ...


... und an Downing Street N° 10 - glauben die Touris wirklich, dass sie geschwind einmal den Premierminister sehen?


Ziel: Churchill- und War-Room-Museum.
Absolut sehenswert!!!!!


Mit dem Big Ben ...


... startet jetzt noch eine Highlights-Tour; endlich in der Sonne das Houses of Parliaments mit dem wunderschönen ...


... Victoria Tower, durch den die Queen
das Parlament betritt.


Der Jewel Tower - ein Überbleibsel des alten Palace of Westminster (andere Teile sind in die Houses of Parliament integriert), erbaut von Edward the Confessor (12./13. Jht.), 1834 abgebrannt (davor war der Hof aber schon nach Whitehall Palace, abgebrannt 1698, und St. James' Palace sowie nach Buckingham übersiedelt).


Gleich daneben St. Margret's Church (wo sich neben vielen anderen Promis auch Winston Churchill trauen hat lassen, wie ich nun weiß :)) sowie Westminster Abbey, also zumindest ihre Nordfassade.


Zurück nach Whitehall mit Kriegerdenkmal; Mohnblumen=Erster Weltkrieg=The Big War.


Dann noch ein witziges Erlebnis in einem Haus mit dramatischer Vergangenheit: das Banqueting House, ehemals auch Teil von Whitehall Palace, errichtet (1619-22) unter dem Stuart James I., und zwar von Inigo Jones. Es war das erste klassizistische Gebäude von London. Und von hier aus marschierte Charles I. zu seiner Hinrichtung auf Whitehall ...


Aber jetzt werden dort historische Stücke und Tänze aufgeführt - leider, wie meistens bei solchen Touristenattraktionen (ich muss das, fürchte ich, anmerken, mein altes Theaterherz ...), nur mäßig begabt bzw. spannend.
Aber (!!!) ...


... das Probieren der Kostüme macht
Spaß :)))


Am Viktoria Embarkement erlebe ich dann etwas (für meine Begriffe) zutiefst Britisches: Nein, es sind nicht die Menschen in den Liegestühlen (die gibt's woanders auch), sondern es ist die Musik ...


... die Leute tanzen hier mehr oder weniger spontan, jedoch ganz privat Lindy Hop. Es ist außer cool nur cool. Teatime mit dieser extrem lässigen Urform von Boogie und Rock'n'Roll - ich bin nur mehr entspannt und begeistert zugleich :); erste Infos und Musik zum Beispiel auf dieser Homepage Swing and the City.


Mein nächstes Ziel ist The Temple, einst Gelände der Tempelritter (12./13. Jht.), nun Sitz der beiden Rechtsanwaltsschulen Inner Temple und Middle Temple.


Ein ...


... paar ...


... Eindrücke.


Zum Abschluss noch die berühmte Temple Church (12./13. Jht.), für immer von Dan Brown durch "Sakrileg" verewigt :)).


In den Pubs lernt man die nettesten Menschen kennen - hier Peter, ein Ire in London, und das seit 38 Jahren. Er hat mir viel Erhellendes erzählt, während ich mich mit exzellenter Hühnerbrust gestärkt habe.


Am Abend ist wieder Musical angesagt - "Thriller" über/in Verbeugung zu Michael Jackson; selten etwas so Banales und Langweiliges in London gesehen, und dabei bin ich Musicalmensch und Michael Jackson-Mögerin. Naja, musste auch einmal sein ... :))


Am nächsten Tag, Montag, geht es mit dem Überlandbus durch Londons Vorstädte ...


... vorbei an lieblichen Landschaften mit viel Kühen ...


... nach Oxford, exakt zum St. Hilda's College, 1893 für Frauen gegründet, doch mittlerweile wie alle Colleges in Oxford gemischt. Eine berühmte Absolventin ist Val McDermid :))).


Es ist wunderschön am River Cherwell gelegen, einen der beiden Flüsse der Stadt.


Und da treffe ich gleich Thomas Przybilka und seine Frau Ingrid, die das AIEP-Treffen schon seit Jahren besuchen. Thomas ist auch Vicepresident für Western Europe.


Aber ich tratsche nicht viel, sondern mach mich gleich auf zu einer ersten Stadtrunde, wo ich per Magdalen Bridge (auf der High Street) den River Cherwell überquere, der gemeinsam mit dem River Thames or Isis (wie hier die Themse noch genannt wird) den historischen Kern umfasst.


Und sofort wird es richtig mittealterlich
- das Magdalen College.


Und auch wenn die High Street mit ein
paar Bürgerhäusern aufgelockert ist ...


... so ziehen doch die wie Wehranlagen wirkenden, mittelalterlichen und früh-
neuzeitlichen Colleges den Blick auf sich.


Die Universitiy Church of St. Mary the Virgin aus dem 13. Jahrhundert, wo ich zum ersten Mal die individuell bestickten ...


... Kniepolster entdecke.


Die Radcliffe Camera aus dem 18. Jahrhundert, eine Bibliothek und nur für Studenten mit Spezialausweisen zu benutzen.


Aber auch in Oxford gibt es mitten in der City die klassische gesichtslose Einkaufsstraße, hier namentlich die Cornmarket Street; bemerkenswert ist die Maus im Vordergrund - Unterhaltung in Anlehnung an Lewis Caroll, einem der vielen Berühmten Absolventen von Oxford.


Aber immerhin finde ich dort in einem Innenhof eines der raren Pubs mit Schanigarten - draußen sitzen scheint nicht der Oxforder Mentalität zu entsprechen.


Mein erstes richtiges Highlight ist das St. John's College - das angeblich reichste College der Stadt, mit Abgängern wie Tony Blair, von außen ein beinahe abweisendes Schloss ...


... innen mit dem bezaubernden
Canterbury Quad ...


... und der riesigen Parkanlage sowie den verschiedenen sieben Innenhöfen ...


... ein einziger Traum.


Um die Ecke liegt das Balliol College aus dem 13. Jahrhundert, eines der ältesten der Stadt, und seit jeher nonkonformistisch, mit Absolventen wie Graham Greene, Aldous Huxley und John Schlesinger.


Beeindruckend hier nicht nur die wunderschönen Innenhöfe und eine sehr ebenfalls große Parkanlage ...


... sondern auch meine erste "Hall", also quasi die Kantine; hat was von Harry Potter.


Ich streife die berühmte Buchhandlung "Blackwell", wo es einen 10.000 m²-Raum mit 4 km Laufmeter Regalfläche gibt ...


... das Sheldonian Theatre (17. Jht.), wo alle wichtigen Universitätszeremonien stattfinden ...


... und die Bodleian Library, wo jedes in Großbritannien erscheinende Buch archiviert wird; das sind mittlerweile 8 Millionen Bände oder 128 km Bücher auf Regalen.


Vorbei an der Bridge of Sighs (ja, ja,
auch in Oxford gibt es eine Seufzerbrücke :)) ...


... geht es zur Trutzburg New College
aus dem 14. Jahrhundert ...


... wo besonders die Kirche auffällt
(übrigens hat jedes College eine Kapelle).


Die wunderschöne Parkanlage ...


... lädt zum Ausruhen ein.


Und auch in St. Hilda's verzaubert mich
die Abendstimmung am Fluss.


Genau richtig für das erste gemeinsame Dinner von allen Konferenzteilnehmern - man sieht, der Speisesaal ist weit weniger mittealterlich als jener vom Balliol. Das Organisationsteam des AIEP-Treffens besteht aus sechs Personen, davon begrüßt uns stellvertretend ...


... Susan Moody, ihres Zeichens natürlich Schriftstellerin (über 30 Krimis!) und Ex-AIEP-Präsidentin.


Jetzt sollte ich vielleicht einmal AIEP erklären: Das ist die Asociación Internacional de Escritores Policiacos, also die weltweite Vereinigung der KriminalschrifstellerInnen, auch zu finden unter dem Kürzel IAWC (International Association of Crime Writers). Einmal pro Jahr trifft man sich zum Austausch und zur Fortbildung - immer woanders, ganz wie bei der Criminale.
Mit mir am Tisch sind übrigens u.a. Lars und Irmtraut Karlsson aus Österreich sowie Harue Matsuzaka aus Japan.


Die ganz tolle Mitorganisatorin Janet Laurence, die auch romance schreibt.


Zum Beweis für gutes englisches Essen: die tolle Vorspeise :))).


Lieber Kollegentisch mit (v.l.) Thomas Przybilka, Jens Kramer (Autor, BRD), Ingrid Prybilka, Nina George (Autorin, BRD), Mary Tannert (Übersetzerin, US/BRD), Gisela Lehmer (Krimikritikerin, BRD), Charles den Tex (Autor, NL) und Rubén Varona (Autor, Colombia).


Die wunderbare Hauptspeise :)) (Huhn mit Pilzen) ...


... sowie mein lieber Kollege Jürgen Ehlers aus Deutschland mit seiner Frau Ute (links) sowie Evonne Wareham (UK).


Und jetzt noch die Nachspeise - das muss sein, damit das Gematschkere über Englands Essen einmal aufhört!! :))


Der erste Vormittag gehört einer Vereinssitzung von AIEP und dem spannenden Vortrag des forensischen Mediziners, der mit der Oxford Met zusammenarbeitet ...


... Dr. Andrew Wilkinson.


Am Nachmittag folgt ein Gemeinschaftsausflug in die Innenstadt (hier auf der Magdalen-Bridge) - im Bildvordergrund u.a. meine lieben Kolleginnen Beatrix Kramlovsky, Iris Leister, Jutta Motz und Nina George.


Vorbei am Trinity College (Wahnsinn, oder?! :)) ...


... gelangen wir schließlich zum University Museum of Natural History und dem Pitt Rivers Museum.


Das PRM ist eine pittoreske Sammlung von Anthropologie und Archäologie.


Nach einem kuscheligen Vortrag (in einer Ecke zusammengepfercht, und trotzdem wollten die Leute ausgerechnet bei uns vorbei :)) ...


... schwärmen wir KrimiautorInnen zur Recherche aus - im Bild Nina George bei der Waffensammlung.


Schießende und stechende Spazierstöcke sind aber auch wirklich extrem inspirierend!!!


Ich gönne mir dann noch das Wadham College aus dem 17. Jht., in dem z.B. auch Oscarpreisträger Tony Richardson und Goldene Palme-Preisträgerin Lindsey Andersen studiert haben.


Im traumhaften Fellow's Garden werden unter einer 200 Jahre alten Buche Shakespeare-Dramen aufgeführt.


Und die wunderschöne Kirche inspiriert zum Fotografieren; folgend zwei Beispiele, die ich auch in meinem Kunstkalender über Oxford hineingenommen habe.


Und zum Abschluss ...


... ein Getränk im ...


... King's Arms, dem Stammpub
von Lokalhero Colin Dexter.


Kleiner Stadtspaziergang mit der
University Curch ...


... dem Brasenose College (16. Jht.,
Absolvent ist z.B. Literaturnobelpreisträger William Golding) ...


... und der Brasenose Street. brazen nose
war übrigens ein Türklopfer, der den
Übertritt zu einem (stadt)rechtsfreien Raum bedeutete.


Das Lincoln College (18. Jht.).


Der Covered Market (18. Jht.).


Town Hall.


Ein ...


... paar ...


... Eindrücke.


Ein Eissalon - die absolute Rarität!!!!


Das Christ Church College ...


... das auf der Parkseite wie ein Dorf mit Kathedrale wirkt; Details zu dieser Nummer 1 der Oxforder Colleges an späterer Stelle.


Der riesige Christ Chruch Meadow dient
einerseits Kühen als Weide ...


... andererseits Studenten als Erholungsort
und wird begrenzt ...


... vom River Thames of Isis, wie hier
die Themse noch heißt.


Und natürlich sieht man hier auch die berühmten knackigen Studenten, die sich aufs Ruderduell mit Cambridge vorbereiten :))


Blick auf die Folly Bridge.


Zurück in der gepflasterten Stadt, stolpere ich in der Blue Board Road über den zweiten Schanigarten. Er lädt zum Verweilen ein, muss aber noch warten, heute steht anderes am Plan.


Vorbei an wunderschönen Bürgerhäusern ...


... an Geschäften mit Roben für alle akademischen Eventualitäten ...


... und am Hafen für die romantischen
Stakboote ...


... geht es zurück nach St. Hilda's
(im Hintergrund diese entzückenden Boote) ...


... wo ich Ingrid und Thomas Przybilka
sowie Gisela Lehmer beim gemütlichen
Tratsch ertappe :)) ...


... zu dem sich dann auch noch meine liebe Kollegin Eva Lirot gesellt, frisch eingetroffen.


Wieder Dinner - dieses Mal am Tisch mit Rubén Varona (Colombia) und Myfanwy Cook (UK) (ihr Name ist übrigens Gälisch) ...


.. Jens Kramer und Nina George, die sich gerade über wahnsinnige Verkaufswerte ihres Romans "Das Lavendelzimmer" freut :)) ...


... und Steak :))))) - ich kann nur sagen: Auf, auf nach England! Die After Dinner Adresse kommt dieses Mal von ...


... unserem bekannten und erfolgreichen
Kollegen Simon Brett (UK) - wieder sehr amüsant.


Und weil nach dieser Rede immer der Speisesaal geschlossen wird und weil es draußen noch so warm ist, wird mit viel Wein aus dem Supermarkt die Schlafenszeit etwas verkürzt :))).


Bei der AIEP-Sitzung am nächsten Vormittag übergibt J Madison Davis an Emanuel Ikonomov die Präsidentschaft.


Der nächste Programmpunkt ist eine Diskussion zum Thema "Setting your plot in a country not your own", geleitet von Susan Moody (die übrigens die Stiefmutter von Dänemarks Kronprinzessin Mary ist :)), und mit den Kollegen (v.l.) Michael Ridpath, Quentin Bates und Charles Cumming, allesamt höchst erfolgreich und somit spannend beim Erzählen aus dem Nähkästchen.


Wir haben zwar jeden Tag ein
ausgesprochen gutes Lunch-Buffet ...


... aber diese Süßigkeit, deren Namen ich nicht weiß, hat mir das erste Mal die volle Bedeutung des Wortes BLAND nahegebracht: absolut geschmacklos. Im Vergleich dazu bereitet Papier noch eine Explosion an Eindrücken :))) Es schmeckt weder nach Mehl noch nach Eiern oder Schlagobers oder Zucker - einfach nichts.


Und wieder erholen wir uns am Flussufer - das muss man einfach einmal erlebt haben!


Am Nachmittag startet die spannende Podiumsdiskussion "Crime Writers in Translation", moderiert vom Journalisten und Krimisachbuch-
autor (re.) Barry Forshaw und mit (v.l.) Laura Mac Dougal von Hodder & Stoughton, Alison Hennessey von Harvill Secker, Daniela Petracco von Europa UK und Katharina Bielenberg von MacLehose Press.


Natürlich werden in der Pause sofort die Unterlagen sowie die Chancen auf eine Übersetzung ins Englische heftig diskutiert :)).


In der zweiten Runde berichten und diskutieren (v.l.) die Journalistin Gisela Lehmer, die den Krimikurier bei den Alligatorpapieren ins Leben gerufen hat, die Übersetzerin Charlotte Barslund, Tanja Howarth von New Books in German und Writersservices sowie der Buchhändler Euan Hirst von Blackwell's.


Und dann wird für mich es extra spannend: Unter der Moderation von unserem AIEP-Kollegen und Krimirezensenten Bob Cornwell (li.) dürfen unter dem Motto "New Faces" (also noch nicht ins Englische übersetzte AutorInnen) Anna Grue (DK), Hughes Schlueter (BRD), ich :)), Karine Giébel (F - die ältere Dame rechts neben ihr ist ihre Übersetzerin) und Eléna Piacentini (Corsica) unsere Werke/Arbeit präsentieren.


Wir geben uns natürlich alle besondere Mühe, denn alle Verlagshäuser und Übersetzer sind noch da - schauma, was draus wird :))))).


Danach plaudert Tanja Howarth noch gern mit uns - sie ist geborene Wienerin ... und sie nimmt eine Mappe von mir mit.


Ich bin positiv erschöpft :)), und so gibt
es als Belohnung ein Bier in diesem netten Gastgarten des "Blue Bear" in der Blue
Board Road ...


... sowie einen dieser furchtbar guten,
frisch gemachten, übergroßen Burger
mit selbst gemachten Pommes Frites!!!


Beim Verdauungsspaziergang danach
entdecke ich schräge Privathäuser ...


... sowie stille, romantische Gassen ...


... und ich erfreue mich einmal mehr
am Blick ins Grün des Angel & Greyhound Meadow.


Und ich komme am gleichnamigen Pub vorbei, das mit einer besonderen Werbung lockt: The only Pub in Oxford that Inspector Morse didn't have a drink in.


But you can! :))


Und obwohl ich todmüde sofort ins Bett wollte, versumpfen Eléna Piacentini, Nina George, Jens Kramer und ich mit Gläsern Wein in der Hand vor der Tür - Krimiautoren haben IMMER etwas zu reden! :))


Der vorletzte wunderschöne Morgen
bricht an - mehr "Schönbilder" unter
Nabers Kalender!


Die erste Diskussion gehört dem Thema "The growth of sub-titled crime series on TV and DVD" mit (neben Bob Cornwell und Barry Forshaw) Krimikollege Charles den Tex (NL) und Jon Sadler von den Arrow Films (GB).


Die zweite, unter der Leitung von Janet Laurence, findet zum Thema "Where is the contemorary Crime Novel going?". Es diskutieren Jutta Motz (CH), Anna Grue (DK), J Madison Davis (USA) und Nina George (BRD).


Danach stehen ein Gruppenfoto an ...


... und ein nachmittäglicher Oxford-Spaziergang mit Martin Edwards, der uns zu den literarischen Hotspots von Oxford führt. Und dazu gehört auch das Literatenpub ...


... "Eagle & Child"; im Bild meine lieben
Kolleginnen Beatrix Kramlovsky (A) und
Mary Tannert (USA/BRD).


Es ist zwar nett und alt, aber dunkel,
und so gönne ich mir ...


... lieber beim Kiosk daneben die ersten Marshmellows meines Lebens! :)).


Das Zuhause eines Obdachlosen - MIT Buch!!!!! Ob das wohl an Oxford liegt?


Nach der Lesung überquere ich die imaginäre Touristenlinie und lande ein paar hundert Meter weiter in einem völlig anderen Oxford. Keine Spur mehr von ...


... weißen Anzugträgern ...


... und ehrwürdigen Altprofessoren.


Aber zurück in die Welt der schönen
Kleider ...


... am Abend gibt es zum Abschluss wieder Sektempfang und Galadiner. Die Adresse spricht dieses Mal eine ganz außergewöhnliche Frau der Britischen Polizei (Vorreiterin in vielen Belangen sowie St. Hilda's-Absolventin) ...


... Dame Elizabeth Neville.


Abschiedsfotos ...


... Abschiedsumtrunk ...


... und sehr, sehr geringer bis überhaupt kein Abschiedsschmerz gegenüber dem Zimmer; ich habe definitiv von Bad und Klo am Gang genug - und bin noch im Nachhinein meinen Eltern dankbar, dass ich meine Studentenzeit in einer Wohnung verbringen konnte und nicht in ein Studentenheim musste.


Der letzte Vormittag gehört dann Christ Church, dem monumentalsten unter den Colleges aus dem 16. Jht. Hier wird Elitedenken großgeschrieben, eng verbunden ist es mit Lewis Carroll, dem Autor von "Alice im Wunderland".


Die traumhaften Magnolien ...


... die beeindruckende Kathedrale ...


... und der überwältigende Tom Quad (Haupthof mit 83x84 Metern); Christ Church ist auch deshalb ein Touristenmagnet, weil einige Gebäudeteile bei den Harry Potter-Verfilmungen einen Rolle spielten (wie noch einiges mehr in Oxford), so zum Beispiel ...


... dieser Stiegenaufgang ...


... und The Hall (Speisesaal).


Vorbei an einem Pförtner wie aus dem
Bilderbuch ...


... kaufe ich wie immer viel zu viele
Bücher ein ...


... und und schaffe es endlich beim
dritten Versuch, in ein nun geöffnetes
Sheldonian Theatre zu gelangen.


Es beeindruckt nicht nur durch den
tollen Zeremoniensaal ...


... sondern auch durch die herrliche
Aussicht; nun ist mir klar, warum Oxford
die "City of Spires" (Stadt der Türme)
genannt wird.


Ich könnte noch stunden- und tagelang
in Oxford herumwandern, doch Heathrow
wartet.


Dort warte dann ich, weil alles unerwartet flugs vonstatten geht - und tue das, was AutorInnen (auch) am besten können: Sie beobachten ...


... interessante ...


... Personen ...


... und Schuhe ...


... und Beziehungsgeflechte.


Womit ich über den Felsen von Dover bereits mitten in einer Geschichte über Oxford bin ... Voller Dankbarkeit denke ich an die vielen schönen Tage voller Eindrücke zurück!!!
 
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