Oberösterreichische Kulturvermerke - Lesung in Gmunden am 26. Oktober 2010



Am Vorabend zum Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, mache ich mich mit meinem Mann und meinem Laptop (ich bin in der Endphase zum Kouba-Krimi N° 6) auf die Reise ...


... und zwar ins schöne Salzkammergut. Nicht nach Aussee, aber nach ...


... Gmunden am Traunsee, wo es, für so eine kleine Stadt (13.123 EW) ungewöhnlich, eine Straßenbahn gibt. Dazu später noch mehr.


Wir werden allerdings mit dem Auto in das Hotel Schwan gebracht, dem Haus am Platz sozusagen (Marktplatz), direkt an der Seepromenande ...


... und gleich gegenüber dem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert.


Dementsprechend haben wir einen wunderbaren Blick auf den See und das nächtlich erleuchtete Schloss Orth - auch dazu später mehr.


Wir gönnen uns gleich im Hotel das Abendessen - und sind begeistert. Die Wildgerichte zergehen auf der Zunge.


Zur Verdauung erklimmen wir die Altstadt.


Sie ist reich an alten Gebäuden ...


... und heimeligen Plätzen.


Eines dieser alten Häuser entern wir, nämlich die Weinstube Spiesberger.


Sie ist urig, dunkel und mit verschwiegenen Ecken eingerichtet.


Genau das richtige, um den einen oder anderen Gute-Nacht-Trunk zu genießen ... :))


Am nächsten Morgen erwartet uns entgegen der Wettervorhersage die Sonne - und jetzt ist der Blick auf den Traunsee und die schon von Schnee bedeckten Berge erst so richtig beeindruckend.


Eigentlich bin ich so richtig in Ferienstimmung, aber jetzt beginnt erst meine Arbeit.


Ort des Geschehens ist das "Mythos", eine Mischung aus Veranstaltungsort, Rückzugsgebiet für Kunstliebhaber und Lokal.


In den äußerst gemütlichen Räumlichkeiten findet der Abschluss der "Oberösterreichischen Kulturvermerke" statt, eben meine Lesung; Details zum Symposium siehe hier.


Im Kuratorium des 5-tägigen Symposions unter dem Motto "Zitterpartie - Hoffnung und Angst in der Krise" sitzt unter anderem auch Kulturkritiker Franz Schuh, dem ich meine Einladung verdanke - hier im Gespräch mit Journalist Peter Huemer.


Nach einer sehr netten Einführung starte ich meine Lesung aus "Die Lebenstrinker" ...


... die ich auf Wunsch der Veranstalter auf knapp eine Stunde ausdehne.


Das Publikum bleibt aufmerksam und gespannt, was mich natürlich sehr freut.


Nach der Lesung mit Peter Huemer.


Mit den Kuratoriumsmitgliedern
Jutta Skokan und Franz Schuh.


Was mich außerdem begeistert ist die rege Diskussionskultur des Publikums - ich wurde selten so viel zu meinem Buch gefragt.


Das Gastgeschenk, ein Häferl aus Gmundner Keramik. Keramikherstellung, v.a. figuraler Kunst, gibt es in Gmunden seit dem 17. Jahrhundert. Das Gebrauchsgeschirr mit dem berühmten "Grüngeflammten" Dekor wird erst seit den Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts forciert hergestellt.


Wir starten unser Sightseeing und promenieren auf der Promenade :)))


Der Traunsee ist mit 191 Meter der tiefste See Österreichs und mit 24,5 km² nach dem Attersee der zweitgrößte See von Oberösterreich.


Unweit vom Zentrum Gmundens liegt das Schloss Ort, das durch die TV-Serie "Schlosshotel Orth" berühmt wurde. Es wurde bereits im 10. Jahrhundert erbaut.


Eine barocke Wetterstation.


Die Seepromenade Richtung Stadtzentrum.


Die tierische Bevölkerung - hier ?Reiherenten? ...


... und Möwen. Die berühmten Schwäne von Gmunden waren nicht in Fotolaune.


Zum richtigen Sightseeing gehören natürlich auch Kaffee und Kuchen in der bekannten Café-Konditorei Baumgartner.


Noch einmal ein Blick aufs Rathaus ...


... dessen Glockenspiel natürlich aus
Gmundner Keramik hergestellt ist.


Außerdem gibt es viele Häuser und Villen
aus dem 19. Jahrhundert, der Blütezeit
der Sommerfrische im Salzkammergut.


Dann geht es aufgrund von Bauarbeiten mit dem Bus, und leider nicht mit der Straßenbahn zurück zum Bahnhof. Von Stern & Hafferl erbaut, ist sie die älteste, kürzeste und, mit einer Steigung von 10 %, die steilste Straßenbahn Österreichs.


Wieder im Zug. Und wieder bei Maria Kouba, denn Abgabetermin für N°6 ist der 31. Oktober ...
 
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