FrauenKrimiFestival in Düsseldorf, 13. bis 15. November 2009



Bei strahlendem Sonnenschein breche ich auf - was für eine Wohltat für Mitte November ...


... und es geht zum FrauenKrimiFestival, das dieses Jahr in Düsseldorf stattfindet. Es hat sich aus dem Jahrestreffen der Mörderischen Schwestern heraus entwickelt und geht nach dem Odenwald 2008 nun das zweite Mal über die Bühne (ein "Über-den-Wolken-Foto" muss ich beifügen, ich liebe diese Stimmung :)).


Im Flugzeug treffe ich auch meine liebe Kollegin Anni Bürkl, die derzeit die österreichische Gruppe als Leiterin betreut.


Und kaum sitzen wir in der S-Bahn vom Flughafen ins Zentrum von Düsseldorf, haben wir das Gefühl, die Stadt wird zur Gänze von Mörderischen Schwestern heimgesucht, denn wir treffen auf Sabina Altermatt aus der Schweiz ... :))) (links).


Bei Fahrt und Spaziergang auf die linke Rheinseite kommen wir an vielen Ahornbäumen vorbei, die Allen sind ganz charakteristisch für Düsseldorf.


Untergebracht sind wir in der Jugendherberge - so manche von uns hat sich bange gefragt: Stockbetten? Schlechtes Essen? Dreck? Aber der Neubau flößt etwas Vertrauen ein.


Jedenfalls scheinen die Schwestern die Herberge vollkommen zu okkupieren, wenn man vom Andrang bei der Rezeption rückschließt - im Bild (v.l.) unsere Präsidentin Ulla Lessmann, Judith Merchant und Sabina Altermatt.


Das Begüßungskomitee mit der 2. Präsidentin Martina K. Schneiders und der 3. Präsidentin Sabine Klewe, die das Festival (haupt)mitorganisiert haben. Ihnen gebührt großer Dank. Die beiden verteilen Namensbuttons und Unterlagen.


Die Zimmer sind mittlerweile wirklich ganz nett - dieser Vierer gehört Susanne Schubarsky und mir allein. Nur das Badezimmer war etwas spartanisch. Abgesehen davon kann ich Fenster, die man nicht öffnen kann, nicht leiden, aber das verbreitet sich ja leider immer mehr ... damit ja niemand die furchtbaren Klimaanlagen in ihrer Funktion stört ...


Beim Mittagessen in der Jugendherberge ist die Hälfte der Schwestern bereits angereist - das Wiedersehen und das Plaudern sind schön, das Essen ist eine Katastrophe. Doch wenigstens ein Klischee stimmt .... :)))


Ich begebe mich dann aber ins Bett, habe ich doch am Vorabend etwas zu lange gefeiert ... und ein paar Stunden später am Abend meine Lesung ...


Susanne Schubarsky trifft ein ... hier "ganz kriminell" :))) beim Rauchen vor der Herberge, wir leiden ja schon wieder unter der gesamteuropäischen Gesundheitsdiktatur.


Wir begeben uns auf die rechte Rheinseite (im Bild der charakteristische Fernsehturm) Richtung Polizeipräsidium, wo die erste "Ladies' Crime Night" stattfinden soll.


Doch zuvor gehen Susanne und ich noch ganz harmlos in eine Bar, um eine Kleinigkeit zu essen ... und werden dort sehr überrascht. Denn außer uns ist nur ein Freundeskreis anwesend, der uns fragt, ob wir rauchen. Als wir bejahen, wird kurzerhand der kleine Italiener zum Raucherlokal umfunktioniert. Es geht ja :))))


Dann stürmen wir das Polizeipräsidium, den Veranstaltungsort.


Genau genommen sind wir im Foyer, und das ist bis auf die letzten Stiegenplätze ausverkauft - welch erfreulicher Anblick :).


Die musikalische Umrahmung bestreitet die Jazz-Combo der Polizeimusik Düsseldorf, die nicht nur so groß, sondern ...


... auch so sensationell ist, dass sie hier mit zwei Fotos gewürdigt gehört; nochmals dankbare und liebe Grüße an diese Mannen.


Martina K. Schneiders moderiert die
Ladies launig und gekonnt an. Wie immer
6 Minuten pro Lady (Abbruch durch das
Ratschen der Eieruhr), die einen Gegenstand mitnehmen muss, der mit der Geschichte
zu tun hat.


Es startet Jutta Motz (CH) ...


... gefolgt von Ulrike Rudolph (D) ...


... Gisa Pauly (D) ...


... Sandra Dünschede (D) ...


... Stefanie Baumm (D) ...


... und Ulla Lessmann (D), unsere Präsidentin.


Die Kurzlesungen kommen so gut an, dass schon in der Pause der Büchertisch gestürmt wird.


Großer Auftritt von Klaus Dönnecke
am Anfang der zweiten Hälfte: Er
erklärt uns ...


... was es mit den Straßennahmen
in der Kuppel des Foyers auf sich hat.


Es sind tatsächlich Tatorte, wie manche von uns vermutet haben, jedoch solche, wo Polizisten nicht gegen Nazi-Übergriffe eingeschritten sind ...


Weiter geht es mit Judith Merchant (D),
die heuer 2009 der Friedrich-Glauser-Preis
für den besten Kurzkrimi gewonnen hat.


Es folgen Anni Bürkl (A) ...


... Gabi Neumayer (D) ...


... meine Wenigkeit (A :)) ...


... und Ina Coelen (D); Bios von diesen
und Infos über die Verdienste dieser Ladies
siehe Mörderischen Schwestern.


Den unerschrockenen und Wagemutigen gehört übrigens die Welt - aufgrund von Geheiminformationen des Nacht-Rezeptionisten und nächtliche Fußmärsche auf uns nehmend finden wir diese Oase ...


... drei glückliche Frauen in einem "Raucher"-Italiener: S. N., Susanne Schubarsky und Heidi Moor-Blank. Wir machen dort äußerst zufrieden Sperrstunde :)))


Auch in der Bar der Herberge ist es noch lange hoch hergegangen, dementsprechend müde schauen wir am nächsten Morgen aus der Wäsche ... (v.l.) S.N., Ulla Lessmann (verdeckt), Gitta Edelmann und Regine Kölpin, meine liebe Kollegin und Freundin aus Friesland, bekannt durch die Berichte übers Boßeln :))).


Aber wahre Kriegerinnen kennen keine Müdigkeit (sie wird ihnen auch nicht erlaubt :))), wir pilgern (um 10 Uhr Vormittag) zu einer nahegelegenen Volksschule, wo wir nicht nur unseren lieben Kolleginnen Gisa Klönne, Brigitte Glaser, Sandra Lüpkes und Beate Sauer überschwenglich begrüßen ...


... sondern wo auch die Jahreshauptversammlung stattfindet.


Nach dreieinhalb Stunden Tagesordnungspunkte und Tagesordnungspunkte fallen wir wie die Wölfinnen über das Mittagessen in der Herberge her - das heute überraschend gut schmeckt ... wohl Tagesverfassung des Kochs.


Und natürlich muss dann wieder ein Schlaferl sein, denn der nächste Einsatz dräut ...


Nacht(Abend)impressionen von Düsseldorf - hier ein Alternativraum unter der Autobahnbrücke.


Stilmix in der Innenstadt.


Vor der zweiten "Ladies' Crime Night" gehen wir noch wunderbar Italienisch essen - (v.l.) Susanne Schubarsky, Ina Coelen, Brigitte Glaser, Gisa Klönne, Ulrike Rudolph und S.N.


Düsseldorf wurde zwar im Zweiten Weltkrieg zum Großteil zerstört, aber es finden sich auch hier heimelige, alte Ecken ...


... und zwar finden die sich um die Ecke vom Stadtmuseum, wo die "Ladies' Crime Night" im wahrsten Sinne des Wortes ...


... über die Bühne gehen wird. Aber nicht nur sie, sondern auch eine Preisverleihung ...


... die der Grund für meinen zweiten Einsatz beim FrauenKrimiFestival ist. Und die Dame neben mir hat auch damit zu tun, doch dazu später mehr ...


Das Publikum strömt wieder herbei, was uns nach dem Erfolg am Vortag natürlich sehr freut ...


... der Tod ist einfach eine spannende Sache :)).


Unsere liebe Kollegin Sandra Lüpkes sorgt mir ihrem Begleiter Lars Börge Eduard für ein wunderbares Rahmenprogramm.


Die Moderation an diesem Abend
hat unsere Präsidentin Ulla Lessmann
inne.


Es lesen Jutta Wilbertz (D) ...


... Brigitte Glaser (D) ...


... Sabina Altermatt (CH) ...


... Sybill Volks (D) ...


... Ella Danz (D) ...


... Sabine Klewe (D) ...


... und Gisa Klönne (D).


Und immer wieder, zwischen den Texten
und rund um die Pause, begeistert uns
Sandra Lüpkes mit ihren selbst verfassten Chansons. Sie hat sie außerdem passend
zu den Texten ausgesucht.


Nach der Pause lesen Ingrid Schmitz (D) ...


... Susanne Schubarsky (A) ...


... Christine Silvestri (D) ...


... und Martina K. Schneiders (D,
2. Präsidentin). Die Meriten der Damen
sind, wie bereits erwähnt, auf der HP der Mörderischen Schwestern nachzulesen.


Und dann tritt Auguste Grohner auf -
in der Körperlichkeit unserer lieben
Kollegin Almuth Heuner, die auch etwas
von dieser Österreicherin erzählt, die
als eine der ersten Kriminalschriftstellerin Namenspatronin für die "Goldene Auguste" ist ...


... ein Preis, der an diesem Abend erstmals verliehen wird. Zielgruppe sind jene Menschen im Hintergrund wie Verleger oder Lektoren, die sehr viel für den Frauenkrimi geleistet haben.


Und die erste Preisträgerin ist Else Laudan, Lektorin und Übersetzerin sowie Programmleiterin des Verlages Argumente, deren bekannteste und für diesen Preis relevante Reihe die Ariadne-Edition ist.


Und ich habe die Ehre, für sie die Laudatio zu halten - wer möchte, kann die Rede hier als PDF downloaden.


Das große Schlussphoto - mit erwartungsvollem Blick Richtung Sandra Lüpkes, die hier auf der Bühne noch fehlt ...


Dann werfen wir uns in das Nachtleben von Düsseldorf ...


... seine Innenstadt mit knapp 250 Gaststätten ist ja als "längste Theke der Welt" bekannt.


Wir entern die Traditionsbrauerei "Uerige", die mit den Hausbrauereine Füchschen, Schlüssel und Schuhmacher den Rest von einst 75 Brauereien (Stand: 1914) darstellt.


Mit dabei sind Susanne Schubarsky und - die aufgrund des kurzzeitig getragenen Mieders noch immer nach Luft ringende - Almuth Heuner ...


... sowie (v.l.) Else Laudan, Heidi Moor-Blank,
Ulla Lessmann, unser lieber Düsseldorfer Krimikollege Martin Conrath, leicht verdeckt Martina K. Schneiders mit Mann, Sabine Klewe und S.N.


Und natürlich wird die "Goldene Auguste" nochmals ausgiebig bestaunt - sie wurde übrigens von der österreichischen Vergolderin, Krimiautorin und Mörderischen Schwester Elisabeth Fischer entworfen.


In der Bar der Herberge (dort ist der Weg auf die Terrasse zum Rauchen weniger weit) geht es dann noch lange weiter - unglaublich harmonisch, was mich zu Portraitstudien animiert ...


... Michaela Küpper ...


... Susanne Schubarsky ...


... Ulrike Rudolph ...


... Ulla Lessmann ...


... Gabi Neumayer ...


... Almuth Heuner ...


... Heidi Moor-Blank ...


... Brigitte Glaser ...


... Ingrid Schmitz ...


... Beate Sauer ...


... und der Gegenschuss zum Abschluss :)).


Beim Frühstück, das natürlich von innigen Umarmungen geprägt war, wird unsere Phantasie von Frauen in altertümlichem Gewand und mit noch altertümlicheren Hüten angestachelt - als Lösung fällt uns, als begnadete Krimiautorinnen, alles von Sekte bis aus einem Hintertupfingland kommend ein; es ist viel einfacher: Sie sind Teilnehmerinnen einer Oldtimerrallye ...


Mit Susanne Schubarsky streune ich dann noch durch die Innenstadt - hier am Stadtgraben (Königsallee).


Das Rathaus (16. Jht.) - mehr Fotos von Düsseldorf gibt es beim Bericht vom Frauentreffen 2007.


Wegen des immer heftiger werdenden Regens ziehen wir uns dann für mehrere Stunden in ein nettes Café zurück, wo man auch rauchen (!) kann. Einem gemütlichen und ausgiebigen Tratsch steht somit nichts mehr im Wege.


Im Flieger lasse ich dann die drei Tage Revue passieren - erstaunlich, sie schrumpfen zu einem zusammen. Es war wieder ausgesprochen schön, die Kolleginnen zu treffen.
 
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