Criminale in der Pfalz 18. - 22. April 2007



Im Morgengrauen - und das im wahrsten Sinn des Wortes, es scheint mir kurz nach Mitternacht zu sein - begebe ich mich ...


... per Flieger nach Frankfurt, erstmals, denn Niki Lauda fliegt die Destination erst seit kurzem an.


Tatsächlich ist der Frankfurter Flughafen so groß wie kolportiert, dass ich meinen anvisierten Anschlusszug versäume ...


... aber die Wartezeit ist nicht unangenehm, kann ich mich doch so richtig in die Vorfreude auf meine lieben KollegInnen fallen lassen, die mit jedem Jahr größer wird.


Außerdem ist da eine gewisse Anspannung, denn ich bin für den Friedrich-Glauser-Preis 2007 für die beste Kurzgeschichte nominiert (man beachte, der Zug von Ludwigshafen nach Neustadt in der Pfalz fährt eigentlich nach Paris :)).


Endlich Neustadt - trotz des Fluges eine Halbtagesreise von Wien.
In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof liegt
unser Hotel (Ramada)...


... wo sogar der Lift liebevoll auf Criminale geschmückt ist.


In der Hotelbar treffe ich gleich auf Richard Lifka und Syndikatssprecherin Angela Eßer, die dieses Jahr auch hauptverantwortlich für die Organisation der Criminale ist.


Bei der ersten kleinen Runde um den Häuserblock folgt dann Wiedersehensfreude und ein Tratscherl mit Paul Ott, Almuth Heuner und ihrem Mann Uwe.


Der Eröffnungsabend unter dem Motto "Wilsberg trifft ..." findet im Reptilium in Landau statt.


Dort lauern gefährliche Dinge wie Bücher ...


... und Schlangen (gestreichelt von Kollege
Erwin Kohl).


Wiedersehensfreude mit Andreas Izquierdo und Beate Maxian ...


... mit Günther Zäuner, Beate Maxian, Susanne Schubarsky und Jürgen Kehrer.


Die Gala, in charmantester und gekonnter Weise moderiert von unserem lieben Kollegen Ralf Kramp (siehe nächstes Bild ganz links), findet unter Palmen und zwischen Krokodilen statt.


Das exotischste und mörderischste ist aber die "Krimi-Sinfonie", ein Zusammenschnitt von klassischen und neuen Krimitexten, vorgetragen von (v.l., abzüglich der Band im Hintergrund) Ralf Kramp, Jürgen Kehrer, Barbara Krohn, TV-Ermittler "Wilsberg" alias Leonhard Lansik, Sabine Deitmer, Jacques Berndorf, Carsten Sebastian Henn und Angela Eßer.


Danach treibt es uns wieder aus Genussgründen ins Freie, wo wir uns zur Irritation des Caterings flugs eine Stehbar einrichten (im Bild Susanne Schubarsky und Richard Lifka).


DAS Sabinerinnen-Photo (mit Sabine Deitmer und Sabine Thomas), zu dem sich Ralf Kramp und seine Frau Monika dazuschummeln.


Schließlich landet der harte Kern in der Hotelbar, wo wir uns noch sehr zivilisiert benehmen - es ist ja erst der erste Abend ... (im Bild zu sehen v.l. Jan Beinßen, Erwin und Bettina Kohl, Thomas Kastura,Beate Maxian, S. N. Andreas Izquierdo, Michael Kibler und Günther Zäuner).


Am nächsten Tag lernen wir die Terrasse des Hotels Ramada schätzen - sie wird DER Tagestreffpunkt, wo Gespräche über Gespräche stattfinden.


Doch Beate Maxian, Paul Ott, Susanne Schubarsky und ich machen uns auf die Socken, Neustadt zu erkunden.


Fachwerk ist wieder angesagt.


Wir ergötzen uns am Rathaus aus dem
18. Jahrhundert mit dem Marktplatz ...


... an Innenhöfen ...


... an der Stiftskirche (14./15. Jht.),
deren Nordturm die größte Gussstahlglocke
der Welt beherbergt ...


... am Scheffelhaus aus dem 16. Jahrhundert ...


... an lauschigen Ecken ...


... am botanischen Garten ...


... am Leser ...


... am Fotografieren :))).


Danach locken Shopping ...


... ein Sonnenbad ...


... und gemütliche, fröhliche Tratschereien (im Bild Sabine Thomas und Hildegunde Artmeier), bevor es ...


... im Gasthof "Zum Lam"
in Gleiszellen-Gleishorbach
zu meinem ersten Einsatz geht.


Gemeinsam lesen mit mir bei der
"Wiener Kriminacht" Günther Zäuner
und Beate Maxian ...


... begleitet von einem wunderbaren, wienerischen Menü.


Beate Maxian startet als Nicht-Wienerin (sie ist ja von Oberösterreich) ...


... Günther Zäuner setzt mit einem Text in Hochsprache nach ...


... und ich schließe - bewusst - mit einer Dialektpassage.


Dem Publikum gefällt es ...


... und so wird nachher fleißig signiert.


Danach landen wir - wer weiß es? :))) - natürlich in der Bar; im Bild Norbert Horst, Jürgen Alberts, hinter dem Glas Angela Eßer und Sabine Thomas. Die Schlafengehenszeit verschweigen wir jetzt lieber ...


Der nächste Tag gehört internen Diskussionen (am Podium die Syndikatssprecher Jürgen Kehrer, Gisa Klönne und Angela Eßer) ...


... allgemeinen Diskussionen - wie im Bild zum Thema intuitives oder konzeptionelles Schreiben mit Susanne Mischke, Wolfgang Burger und mir am Podium ...


... und Wiedersehensfreude - im Bild die lieben friesischen Kolleginnen Christiane Franke und Regine Kölpin.


Dann habe ich meinen Einsatz bei einer sehr lustigen Lesegeschichte - gemeinsam mit Regula Venske, Jürgen Alberts, Jutta Motz, Angela Eßer, Sabine Thomas, Gabriele Keiser, Reiner M. Sowa, Jürgen Banscherus und Reiner M. Sowas Frau (nicht im Bild Norbert Horst, Oliver Schilling und Thomas Kastura) ....


... denn wir lesen auf einer Sesselbahnfahrt - ich aus meiner nominierten Kurzgeschichte "Peter in St. Paul", die in London spielt.


In rasendem Tempo geht es danach zum Abend der "Mörderischen Schwestern" (im Bild - in etwa - Jutta Profijt, Gisa Klönne, Friederike Schmöe und Sabine Thomas).


Im Theater Chawwerusch in Herxheim ist die "Ladies Crime Night" angesagt ...


... es lesen (1.R.v.l.) Ingrid Schmitz, Gisa Klönne, Sabine Thomas, Ulla Lessmann und Sabine Deitmer, (2.R.v.l.) Jutta Motz, Friedrike Schmöe (verdeckt), Susanne Mischke, Jutta Profijt und Mila Lipke (verdeckt), (3.R.v.l.) Nina Schindler, Susanne Schubarsky und Almuth Heuner sowie meine Wenigkeit.


Der Saal ist gesteckt voll ...


... Beate Maxian moderiert.


Ich lese wieder aus der nominierten Geschichte, die in "Mörderisch unterwegs", herausgegeben von Edith Kneifl beim Milena-Verlag, erschienen ist.


Der Abend ist ein Riesenerfolg, der Büchertisch wird gestürmt.


Das verlangt nach Stärkung (wir werden von den Theaterleitern mit indischem Essen verwöhnt) ...


... Feiern (Sabine Deitmer und ich dürfen uns sogar ein Glas Rotwein für die Nachhausefahrt im Auto nach Neustadt mitnehmen ... :))) ...


... und Bar - was sonst? :)) - im Bild im Vordergrund Beate Maxian, Ingrid Schmitz, Angela Eßer (Rücken), Oliver Buslau, [Namensloch, bitte um Entschuldigung und bitte melden], die rote Mähne von Anne Chaplet, Jan Beinßen und Gisa Klönne.


Am nächsten Morgen gibt es Informationsaustausch mit uns "Wienern" bezüglich der Criminale 2008 - im Bild Angela Eßer, Jürgen Kehrer, Helga Häupl-Seitz, Helmut Schneider und Isabella Krumhuber ...


... außerdem bei der Vollversammlung standing ovations für Thomas Przybilka, der das Sekretariat der Jury Glauser/Roman und Glauser/Debut nach nicht zählbaren Jahren
abgibt ...


... sowie für Reinhard Jahn, der die Betreuung der Homepage nach mindestens ebenso vielen Jahren in andere Hände legt. Beiden sei hiermit nochmals großer Dank ausgesprochen.


Nach einer kurzen, emotionalen Plauderei mit meiner lieben ehemaligen Rotbuch-Kollegin Elisabeth Hermann (unser Verlag wurde ja verkauft) ...


... werfen wir Syndicats uns mit Puscheln in die Schlacht mit dem bösen Gegner unserer Ballesterer des FC Criminale ...


... nur hat uns niemand gesagt, dass die "Pfälzer Auswahl" (in Gelb) ein Konglomerat von Olympia- und Weltmeisterschaft-Medaillenträgern ist! .


Trotz schwerster Geschütze (Trommeln und Schlachtrufe, wegen derer wir Syndicats sogar die Gelbe Karte bekamen - im Bild Ulli Renk und Ann-Kathrin Koppetsch) ...


... schafften es unsere Männer nicht, die Gegner - wir schweigen lieber. Lieb sind sie trotzdem - im Bild Jan Beinßen und Thomas Kastura.


Ein Glas Sekt und Brezn mit dem Gegner, der den FC Criminale in Wien unterstützen will, renkt alles wieder ein (im Bild Horst Eckert und [Namensloch, bitte um Entschuldigung und bitte melden]). Unterdessen werde ich selbst nervös ...


... denn der "Tango Criminale" mit den Glauser-Verleihungen steht an. Er geht im Saalbau in Neustadt über die Bühne.


Die tragenden Säulen des Abends sind SWR-Moderatorin Katja Heijnen und "Soko"-Schauspieler Hans Jürgen Stockerl, der jeweils die Siegertexte anlesen wird.


Den Hans-Jörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi erhält Christoph Wortberg für "Die Farbe der Angst" (mit im Bild die Jurymitglieder und Laudatoren Leon Krohn und Jürgen Banscherus, Vorjahrespreisträger).


Dann geht es um den Friedrich-Glauser-Preis 2007 für den besten Kurzkrimi, für den Anne Chaplet, Horst Eckert, Bernhard Jaumann, Jan Costin Wagner und ich nominiert sind.


Ich bekomme ihn. Schwer emotionalisiert stackse ich auf die Bühne, wo Vorjahrespreisträger Jürgen Ehlers die - in meinen Ohren - tolle Laudatio hält.


Dementsprechend mit zittriger Stimme und konzeptlos halte ich meine Rede - jenseits des Dankes an Freunde, Familie, Lektorin Lisa Kuppler, Herausgeberin Edith Kneifl und dem Milena-Verlag schlägt meine Freude auch Purzelbaum, weil ich den ersten Preis in meinem Leben genau von jener Vereinigung bekommen habe, die mir in den letzten fünf Jahren so ans Herz gewachsen ist. Ich möchte sie am liebsten alle umarmen.


Mein Herz rast noch immer, als Hans Jürgen Stockerl den Anfang meines Textes liest.


Ohne Worte.


Den Friedrich-Glauser-Preis 2007 für den besten Roman/Debut erhält Andrea Maria Schenkel für "Tannöd". Die Laudatio hält in Vertretung für Vorjahrespreisträgerin Leonie Swann
Thomas Przybilka.


Den Friedrich-Glauser-Preis 2007 für den besten Roman erhält Martin Suter für "Der Teufel in Mailand", laudatiert von Sybille Schrödter und telefonisch in Südamerika kontaktiert von
Sandra Lüpkes.


Und schließlich gibt es den Ehrenglauser für das Lebenswerk für Irene Rodrian (Urgestein des deutschsprachigen Krimis), laudatiert von
Mike Molsner (rechts im Bild).


Die Schlussmelodie intoniert das "Trio Criminale" mit Ralf Kramp, Sandra Lüpkes und
Jürgen Alberts.


Doch dann geht der Abend erst so richtig los
- mit Pressefotos ...


... mit Buffet ...


... mit Einschwingen aufs Nightlife
(im Bild Almuth Heuner) ...


... mit Anstoßen (im Bild Isabella Krumhuber, Helga Häupl-Seitz und Helmut Schneider von EchoMedia) ...


... mit viel Rot ...


... mit Feierfotos (Glückwunsch nochmals an Christoph Wortberg).


Bevor der Abend auszuufern beginnt,
vielleicht die Aufmerksamkeit eingeschränkt ist, verleihen wir Frauen wieder,
wie schon im Hochsauerlandkreis (Preisträger: Andreas Izquierdo), die "Laufmasche".
Sie geht heuer an Reinhard Jahn.


Das Auswahlkriterium ist streng geheim - Reinhard versucht mit allen Mitteln, uns Frauen zur Preisgabe des Geheimnisses zu bringen, im Bild Beate Maxian.


Andreas dachte im Hochsauerlandkreis noch,
er hätte die "Laufmasche" für seine beiden Tore bekommen - doch Reinhard spielt gar nicht
Fußball ...


Dann wird gefeiert (im Bild Horst Eckert) ...


... gefeiert (im Bild Barbara Krohn, Nina Schindler und Sabine Thomas) ...


... gefeiert (im Bild Beate Maxian, Sabine Thomas, Oliver Buslau, [Namensloch, bitte um Entschuldigung und bitte melden] und S.N.) ...


... nochmals gratuliert ...


... gefeiert (im Bild Arndold Küsters und
Ulli Renk) ...


... gefeiert bis in den Morgen, bis zur Tagschicht der Barbesetzung, die es mit Humor nimmt (im Bild Angela Eßer, Andreas Izquierdo, Anke Gebert, Christiane Franke, Kai Engelke, Sabine Thomas und S. N.).


Die Augen brauchen am nächsten Morgen (also ungefähr drei Stunden später :)) den Schutz von Sonnenbrillen (im Bild Angela Eßer und
Oliver Bottini) ...


Und einen Wimpernschlag später, so scheint es mir, lande ich wieder in Wien, voll Freude und auch voll Wehmut, denn die Zeit mit meinen lieben KollegInnen ist viel zu schnell vergangen!
Doch der Countdown zur nächsten Criminale, die in Wien stattfindet, läuft bereits.
Am 16. April 2008 ist es so weit ...
 
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